Sommersonnwende

Abgesehen von Bewohnern der Äquatorlinie ist der Jahresrhythmus der Sonne überall wahrzunehmen, je näher den Polen, umso stärker. Natürlich nimmt der Zeitpunkt des Sonnenhöchststandes deshalb in fast allen Kulturen einen so wichtigen Platz ein. Der germanische Gott Wotan soll zur Sommersonnwende über die Erde geschritten und seinen Segen gespendet haben. Sonnwendfeuer haben auch Slawen und Kelten entzündet.

c/o Tourismus Wildschönau

Und weil sie den hohen Feiertag der alten Religionen nicht einfach streichen konnten, haben christliche Missionare Johannes den Täufer (24. Juni) als Heiligen und neues „Thema“ über die Sonnwende geschrieben. In Skandinavien und im Baltikum wird die Sonnwende heute noch mit der größten Begeisterung gefeiert.

Kuscheln macht glücklich und gesund

Wie lange ist deine/Ihre letzte Umarmung her? In der SZ vom 9./10.6. schreibt K. Schnitzler über die vielfältig schönen Auswirkungen von Berührung, Umarmen, Kuscheln…v.a. auf Kinder:“für Kinder ist Kuscheln eine Schnelltankstelle für ihr Selbstvertrauen und wichtig zur Entspannung nach dem Stress in der Schule oder Kita…

Quelle: stine148.tumblr.com

Kinder suchen einfach den beruhigenden Reiz von Menschen, die ihnen vertraut sind…Hautkontakt ist der direkte Weg, jemandem zu sagen, dass man ihn mag….Jede freundliche Berührung drückt aus: ich nehme dich wahr und an, so wie du bist…ein verzärtelndes Zuviel gibt es nicht.“ – wissenschaftlich nachgewiesen 😉 Und noch ne Frage: gilt das nur in der Kindererziehung? Nächste Sunday Assembly am 17. Juni um 11 Uhr in der Seidlvilla in Schwabing.

Happy Birthday Bayerische Verfassung

Am 26. Mai 1818 erließ Maximilian I. Joseph von Bayern  eine „aus Unserm freyen Entschlusse euch gegebene“ geschriebene Verfassung. Es war die modernere, nachgebesserte Variante der ursprünglichen Constitution, die bereits zehen Jahre zuvor erlassen worden war. Damit hielt noch lange nicht die Demokratie Einzug im Freistaat und auch die Gewalten waren längst noch nicht geteilt. Aber das Fundament war gelegt: Gesetze konnten ab sofort nur noch mit Zustimmung der Stände-Versammlung (später Landtag) erlassen werden.

Max I. Joseph von Bayern mit der Hand auf der Verfassung

Der Absolutismus in Bayern war Geschichte. Hintergrund für die Entscheidung des Königs, Teile des Volkes ein kleines bisschen mitregieren zu lassen, waren keineswegs Vernunft und Großzügigkeit, sondern die Furcht, zunächst von Napoleon, später vom Deutschen Bund eine Verfassung aufgedrückt zu bekommen. – Dann schreibt man sie sich lieber schnell selber. Und lässt das Recht auf eine allgemeine, geheime und direkte Wahl wohlweislich weg. Fortschrittlich war für 1818 der enthaltene Grundrechtekatalog, der den gleichen Zugang zu allen öffentlichen Ämtern gewährte, außerdem Sicherheit und Freiheit der Person garantierte, das Recht auf Unverletzlichkeit des Eigentums, das Recht auf den gesetzlichen Richter und Gewissens- und ein bisschen Pressefreiheit. Bei der nächsten Sunday Assembly gehts um diese erste bayerische Verfassung und was sich dadurch im Miteinander der Bürger bzw Untertanen verändert hat. Am Sonntag den 17. Juni um 11 Uhr in der Seidlvilla. Willkommen!

Kulturstrand, wir kommen!

Unser nächster Termin – live und draussen.
Sonntag 13. Mai 11.00 am Kulturstrand (Vater Rhein Brunnen).

Das Thema: Lebendig sein! – wie passend.

Auf der Isarinsel unter der Ludwigsbrücke, gegenüber dem Deutschen Museum steht die Kaffebar schon fast. Damit die Kraft für den Aufbau nicht ausgeht – Energienachschub. Schließlich wollen wir dort am 13. Mai um 11 Uhr unsere nächste Sunday Assembly feiern. Thema: „Lebendigkeit“. Ob dann allerdings noch die Kastanien blühen…Diese Mädels haben jetzt schon Spaß: „Jungs, das wird nass“.  Herzliche Einladung! Sitzgelegenheiten sind knapp, gerne eigenen Hocker mitbringen, wenn möglich.

Lebendig sein

Samstag früh um sieben: perfekter Morgen, Vorfreude auf eine Verabredung am See. Dann am Bahnhof: keine S-Bahn fährt, auch die nächsten Regionalzüge sind gestrichen. Genervtheit wallt auf, verdammte Sch…“sehr-böse-Schimpf-wörter“ – MVV, Typisch! Jetzt geht mein schön geplanter Samstagmorgen flöten – die rudern ohne mich los, wenn ich nicht pünktlich da bin. Innerlich brodelt der Ärger, bereit, sich über der nächsten Bahnangestellten am Info-Schalter zu entladen. Leider tun das gerade schon die Zwei vor mir. Die DB-Frau blökt zurück. Ausreichend Zeit durchzuatmen, etwas runterzukommen und einigermaßen freundlich-neutral nach Möglichkeiten zu fragen und – „Was ist denn eigentlich los?“ – (genervt) „Ach, Unfall…mit Personenschaden“ – „Oh“ – (verdeht die Augen) „Ja, und der Typ lebt noch, deshalb dauert der Notarzteinsatz auf dem Gleis auch so lang“ – „Hm“ – (bedeutsam gesenkte Stimme) „Ja – Betonung auf – noch. Warten Sie am besten auf das nächste Sammeltaxi.“  Zehn Minuten später sitze ich im Auto eines Vereinskollegen (danke Ennes), der mich aufgepickt hat. Alles gut, Wetter und Wasser perfekt, das Boot gleitet in der Morgensonne Richtung Roseninsel. Warum er wohl gesprungen ist? Oder sie? Oder wars ein Unfall? – Selten war der See so schön. Dankbarkeit. Lebendig sein. – auch Thema der nächsten Sunday Assembly am 13. Mai um 11 Uhr am Kulturstrand, am Vater-Rhein-Brunnen. Herzlich willkommen!