Zuversicht oder Verzweiflung

Es gibt diese Tage: wenn in der Zeitung steht, dass der CO2 Ausstoß vergangenes Jahr auf einen neuen Rekord geklettert ist und Experten viel mehr Anstrengung gegen den Klimawandel anmahnen. – Wenn Donald Trump mal wieder was richtig Dummes gesagt oder getan hat und wenn einen dann auch noch eine fiebrige Erkältung niederstreckt;

Zuversicht hilft immer, auch bei der wiederkehrenden Frage nach weisser Weihnacht.

Dann kann man wütend werden, oder resignieren oder man hält sich an einen Satz von Václav Havel: „Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“ Ein Plädoyer für die Zuversicht: https://www.zeit.de/2018/47/stephen-hawking-kosmologe-lebensschicksal-zuversicht-lebensmut-ehrgeiz-vorbild

Nächste Sunday Assembly zum Thema „säkulare Spiritualität“ am Sonntag den 16. Dezember um 11 Uhr in der Seidlvilla in München-Schwabing.

Nächste Sunday Assembly am 16. Dezember

…wieder in der Schwabinger Seidlvilla um 11 Uhr. Wir wollen diesmal die Idee der „säkularen Spiritualität“ mal umkreisen. So nennt eine der Assembly-Erfinderinnen (Pippa Evans) das, was wir da tun. Was ist damit gemeint? Näheres demnächst hier. Schon mal herzliche Einladung!

I love you and it hurts

Nächste Sunday Assembly diesen Sonntag am 18. November um 11 Uhr in der Seidlvilla in Schwabing. Gast ist diesmal Wolfgang Schmidbauer, Paartherapeut, Bestsellerautor, Seelen-Kenner.

c/o pro mente austria

 

Herzlich willkommen! Kuchen-Spenden machen Freude. Für geschenkten Kaffee bitte eigene Tasse mitbringen, wenn möglich.

18. November wieder Seidlvilla

Schön war’s in unserem Ausweichquartier in der Pasinger Fabrik. Danke allen, die trotz Stammstreckensperrung den Weg dorthin gefunden haben. Die Nächste Sunday Assembly wieder wie gewohnt in der Seidlvilla in Schwabing und zwar am 18. November um 11 Uhr. Gerne mit Kuchen im Gepäck. Herzliche Einladung an alle, die das hier lesen.

21. Oktober 11 Uhr Pasinger Fabrik

Was ein Geschenk ist, haben wir als Kinder gelernt: Man bekommt etwas Wunderschönes, und man braucht nichts dafür zurückzugeben. Gut, so naiv sind wir heute nicht mehr. Und wer damals diesen Satz gehört hat: „Wenn du nicht brav bist, gibt’s nichts vom Nikolaus!“ – hätte schon damals ahnen können: Da besteht ein Zusammenhang zwischen Nikolausgeschenk und meinem Wohlverhalten. Oder: Hinter Geschenken steckt meist die Erwartung des/der Schenkenden: Der/die Beschenkte muss satisfaktionsfähig sein. Doch nicht nur Kinder sind so naiv, auch Wissenschaftler. Erst vor rund 100 Jahren haben sie begonnen, sich systematisch über Geschenke zu wundern – und zu streiten. Der Pole Bronislaw Malinowski hatte den Ersten Weltkriegs unfreiwillig auf den Trobriand-Inseln in der Südsee verbracht.

Trobriand; Foto: Gunter Senft, Uni Heidelberg

 

 

 

 

 

 

 

 

Als er von dort schließlich aufsehenerregendes Material über einen Gabentausch-Ring der Insulaner mit zurückbrachte, war der Startschuss gefallen. Plötzlich wurden die Verhältnisse, die Malinowski beschrieb, zum Spiegel  für unsere eigene Lebensweise. Und während Ethnologen immer mehr ähnliche Bräuche in anderen Teilen der Welt entdeckten – und die Historiker einstimmten: „Ja – bei uns auch!“ – begannen vor allem marxistische Denker diese Geschenke als Grundkritik am Kapitalismus zu beschreiben. Schenken galt plötzlich als würdevoller ursprünglicher Akt des Güter-Austauschs im Gegensatz zum entfremdeten Transfer durch Geld. Doch belegten diese „Geschenk-Ökonomien“ nicht auch, dass Geschenke sogar schlimme Folgen haben konnten für den Beschenkten?

Und schließlich: Gibt es wirklich kein „reines Geschenk“? Etwas, was wir einfach nur bekommen und ohne Verpflichtung  genießen dürfen? Thomas Morawetz ist Redakteur beim Rundfunk vor allem für Geschichtsthemen. Auf die geheimnisvolle Anatomie von Geschenken ist er zum ersten Mal während seines Studiums gestoßen: Das seltsame Verhalten der Helden Homers erklärte sich plötzlich durch deren offensichtliche Verwandtschaft mit Südsee-Insulanern.