17. März: Männer, Frauen, Wahnsinn

Ein Dauerbrenner unter den Lebensthemen vieler Menschen beschäftigt uns in der nächsten Sunday Assembly: dieses Männer-Frauen-Ding. Bedürfnisse und Wünsche sind bei allen Menschen ähnlich und doch taucht immer wieder dieses „die ticken schon ganz anders“ auf, von beiden Seiten. Eigentlich ist es müßig, „die“ Männer und „die“ Frauen miteinander zu vergleichen, weil die Unterschiede innerhalb der jeweiligen Gruppe viel größer sind, als die durchschnittlichen Differenzen zwischen den Geschlechtern. Und wie schnell rutscht man bei dem Thema in plumpe Klischees.

Mann? Frau? Ganz anders? Oder wurscht?

Gleichzeitig fühlt es sich wohl schon unterschiedlich an, ob jemand nun im Körper einer Frau oder dem eines Mannes durch diese schöne Welt spaziert. Und da geht es (schon auch, aber) nicht nur um Hormone. Patricia Schüttler von Trans-Ident e.V.  ist bei uns zu Gast. Sie lebt erst seit wenigen Jahren in dem für sie passenden Körper und kann ganz subjektiv und ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit erzählen, welche Unterschiede sie erlebt hat, früher in einem männlichen Körper, jetzt als Frau.

Herzliche Einladung!  Sonntag 17. März um 11 Uhr in der Münchner Seidlvilla. Eintritt frei, Kuchenspende immer gerne.

Nächste Assembly: 17. März, Seidlvilla

Achtung – dieses Thema hat sich auf die Mai-Assembly verschoben. März-Thema „work in progress“und demnächst hier  🙂 Datum bleibt natürlich 17.3.

Zwischen Anarchie und Diktatur – das sind so die Pole, zwischen denen sich wohl jede Gesellschaft/Gemeinschaft bewegt, die meisten mehr in der Mitte, als an einem der Ränder. Die Münchner Räterepublik, die im April 1919 nur ein paar Wochen andauerte,

c/o Erich Wollenberg: Als Rotarmist in München

hat im Machvakuum nach dem Mord an Ministerpräsident Eisner die ganze Bandbreite zwischen Chaos und Zwang voll ausgereizt. Michael Zametzer vom Bayerischen Rundfunk war schon mal da und kommt gerne wieder mit dieser spannenden Episode aus der Münchner Stadtgeschichte. Dazu wie immer Musik, Gesang und feinen Kuchen. Säkulare Lebensfeier für alle und kostenlos: das nächste Mal am 17. März um 11 Uhr in der Münchner Seidlvilla, Nikolaiplatz.

Wenn sich einer mit bayer. Geschichte auskennt, dann der Zametzer!

Aktuell finanzieren wir uns durch Spenden der Besucher*innen und einen Zuschuss der Bundes für Geistesfreiheit München.

500 Jahre Sunday Assembly in München?

Gerade tanzen sie wieder, die Schäffler in München. Seit Heilig-Dreikönig am 6. Januar  bis Aschermittwoch am 6. März sieht man auf öffentlichen Plätzen Männer in roten Jacken mit grünen Bögen in den Händen marschieren und tanzen. Die Tradition geht angeblich auf eine Pest-Epidemie in München zurück im Jahr 1517. Damals sollen die Handwerker aus der Zunft der Fassmacher (= Schäffler) die ersten gewesen sein, die sich nach überstandener Seuche wieder auf die menschenleeren Straßen getraut und dort ihren Zunfttanz getanzt haben, aus Freude und Dankbarkeit. Und um den Menschen wieder etwas Lebensmut und Zuversicht zu geben.

c/o Michael F. Schoenitzer, Schäffler 2012 in Neuhausen

„Hurra wir leben noch, hier und jetzt“ Was das alles mit der Sunday Assembly zu tun hat? – Sie hat das selbe Ziel: Lebensfreude-Tankstelle sein,  das Leben feiern, miteinander. Die nächste Sunday Assembly kommt am Sonntag den 17. Februar um 11 Uhr in der Seidlvilla. Gast: Bernd Bötel mit dem Thema „gewaltfreie Kommunikation„. Herzlich willkommen! Ach ja: ob die Geschichte mit den Schäfflern und der Pest so stimmt, darf bezweifelt werden. Das Sterberegister von 1517 in München zeigt keinerlei Auffäligkeiten. Egal. Der Tanz ist schön und die Botschaft auch.

Seid nett und vernünftig, Kinder!

„As we look for new answers in the modern age, I for one prefer the tried and tested recipes, like speaking well of each other and respecting different points of view; coming together to seek out the common ground; and never losing sight of the bigger picture,“ said the Queen. Ein seltener Moment: Queen Elizabeth mischt sich in aktuelle britische Tagespolitik ein, allerdings ohne Partei zu ergreifen. Das destruktive Gezerre um den Brexit scheint auch ihr gehörig auf die Nerven zu gehen. Für ihre Verhältnisse hat sie damit ganz schön auf den Tisch gehauen.  Respekt vor dem Unterschiedlichen, freundlich sprechen und sich immer wieder fragen: „worum gehts eigentlich?“ Guter Ansatz. Auch Thema der nächsten Sunday Assembly: „Gewaltfreie Kommunikation„. Am 17. Februar um 11 Uhr in der Seidlvilla. Herzlich willkommen!

Ende und Anfang

Was genau passiert eigentlich, wenn ein Jahr zu Ende geht und ein neues beginnt? Wenn ein Konzert zuende geht, verbeugen sich Musiker und Dirigentin, es gibt Applaus und das Licht geht an im Saal. Wenn der Urlaub endet, packt man den Koffer und fährt wieder nach hause. Und so ein Jahr? Irgendwie unspektakulär wird es abends dunkel, wie immer. Und am nächsten Morgen geht die Sonne auf, auch wie immer. Hätten wir keinen Kalender, wüßten die meisten von uns gar nicht, dass genau hier etwas geendet bzw begonnen hat, außer eben ein Tag. Man hätte nur so ein ungefähres Gefühl, dass irgendwann mitten im Winter alles pflanzlich-Lebendige wie auf ein geheimes Kommando beschließt: Jetzt gehts wieder los! Lange bevor man überhaupt das erste Blättchen, die erste Blüte sieht. Hermann Hesses Stufen vielzitiert: „…und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.“ Apropos Zauber: am 20.1. kommt zur nächsten Sunday Assembly der Zauberer Anderas Maier. Es geht ums Staunen. Herzliche Einladung in die Seidlvilla um 11 Uhr.