Kurs nehmen auf…?

„Hey, ich bin ein weißes Blatt Papier! Neues Jahr, neues Glück!“ ruft einem der Januar zu. Jetzt ist die Chance für die Veränderungen, die man sich schon lange wünscht.  Gleichzeitig gehen die meisten guten Vorsätze schon in den ersten Wochen verloren. Spannend ist, was Seefahrt und Mathematik an Erfahrung zu bieten haben: wer über den großen weiten Ozean segeln will, muss den Kurs nur minimal korrigieren, um an der gegenüberliegenden Küste ganz woanders anzukommen, als ursprünglich angepeilt. Also sind wohl die einzig wichtigen Fragen: wo will ich ankommen und warum? Oder umgekehrt und rückblickend gefragt: Wer will ich gewesen sein? Wer eine Antwort hat, kann jeden Tag anfangen, immer wieder. Sogar heute. „Anfang“ – unser Thema bei der nächsten Sunday Assembly am Sonntag den 21. Januar um 11 Uhr in der Seidlvilla in Schwabing. (danke Dieter für die wunderschönen Fotos).

Mehr Raum für’s Wir

Wünscht sich SZ-Autorin J. Marinic in der Ausgabe zum Jahreswechsel. Angesichts einer Gesellschaft, „die sich im Alltag zerstückelt: gefugt wird mit Hass, geklebt mit Spott“ brauche es eine neue Kultur des Menschengespräches und mehr Räume für „Ich und Du“. Genau so ein Raum möchte die Sunday Assembly sein, mit der Frage: kann man Gemeinschaft fühlen, bei unterscheidlichem Denken und Glauben bzw Nicht-Glauben. Reicht als Klammer fürs Wir allein der gemeinsame Wunsch,  ein gelingendes Leben zu führen und sich zugehörig zu fühlen, ohne übergeordnete Glaubens- oder Denk-Vorschrift, sozusagen radikal inklusiv? J. Marinic spricht von Vertrauen und Zuversicht als Heilmittel und mit Martin Bubers Worten sinngemäß vom echten Menschengespräch, das „die Differenzen der Interessen und Gesinnungen Mal um Mal entgiftet“. Im Neuen Jahr gehe es darum, das Gelingende besser sichtbar zu machen und dafür reale Räume zu finden. So ein Raum öffnet sich hoffentlich wieder am Sonntag, den 21. Januar um 11 Uhr in der Seidl-Villa. Thema der nächsten Sunday Assembly: „Anfang“. Herzlich willkommen!